„Kein Mensch lebt im Augenblick. Aus physikalischer Sicht ist Gegenwart der Augenblick des Umschlagens von Zukunft in Vergangenheit.“ (Aleida Assmann)
Mit LOVE EAT (never) SLEEP // absence#6 – abstraction of memory setzt IPtanz 2025 die künstlerische Auseinandersetzung mit Erinnerung, Identität und kollektiver Wahrnehmung fort. Inspiriert vom Konzept des kollektiven Gedächtnisses nach Maurice Halbwachs stehen Fragen nach dessen Definition in Zeiten von Migration, digitalem Wandel und politischer Transformation im Zentrum: Was bleibt, wenn Erinnerungsräume verschwinden oder in abstrakte Sphären übergehen? Wie wird Erinnerung neu formatiert? Was wird bewahrt, was vergessen?
Vier Tänzer*innen kreïren in einem interdisziplinären Setting mit einem pneumatischen Bühnenbild eine Phantsie einer neuen Gegenwart, die gleich schon Vergangenheit ist und damit Teil unserer Erinnerung. Der Körper als Archiv, Ritual und das Auflösen von Sicherheit im Gruppenkontext sind zentrale Themen. Interviews mit Menschen unterschiedlicher Herkunft und Generationen fließen in die Arbeit ein.
Die Produktion hatte Anfang September in Köln bei Barnes Crossing Premiere. Im Rahmen der Theaternacht zeigt das Team von IPtanz kurze choreografische Auszüge aus der Produktion. Die nächste Vorstellung findet am 5. Dezember 2025 bei Barnes Crossing statt.